SHAPING LANDSCAPES

MIT JACQUELINE BAUM, FILIP HAAG, LENA HUBER UND ROLF SIEGENTHALER
VERNISSAGE
: 5.12.2008, 18 - 21 UHR
AUSSTELLUNG: 5.12. - 18.1.2009
BUCHVERNISSAGE: 18.1.2009, FILIP HAAG, "ES KOMMT. ES GEHT. ES BLEIBT"
 

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Filip Haag, Naralis, 2008, Bronze, 25cm x 13cm x 12cm
 

Rolf Siegenthaler, ohne Spur II, 2007, Ultrachrome-print,
135 x 112 cm

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Jacqueline Baum, Metalogue, 2008, Filmstill

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Lena Huber, aus der Serie "Album", 2008, 16 x 21 cm

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SHAPING LANDSCAPES

 

Eine Landschaft ist stets dort, wo wir sie sehen - sie ist betrachtete und interpretierte Umwelt, und basiert auf der Wahrnehmung einer räumlichen Umgebung als vermeintlich überschaubare Ganzheit. Der Begriff der Landschaft selbst ist nicht präzis definiert - einem klar abgegrenzten geografischen Gebiet kann er kaum zugeordnet werden. Noch am ehesten beschreibt der Begriff eine Wahrnehmungshaltung, eine Art des Sehens und Verstehens der Umwelt, die eine exakte Unterteilung in verschiedene Landschaften eigentlich gar nicht kennt, deren Grenzen fliessend und deren geografische Merkmale äusserst vielfältig sind. Die Landschaft ist ein ästhetisches Ordnungsprinzip des Raumes, aber auch ein metaphysisches Terrain der Vorstellung und der Interpretation. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dieser Auffassung von Landschaft ist aus der Kunstgeschichte bekannt - sie reicht von der niederländischen Landschaftsmalerei im 17. Jahrhundert über die deutsche Romantik und den Impressionismus bis hin zur Land Art und ist, entsprechend ihrer Geschichte, mittlerweile mit zahlreichen Konventionen verbunden. In der neueren Kunst fungiert die Landschaft aber nicht mehr nur als Bildmotiv; sie dient auch in der Funktion eines räumlichen Kontexts, in dem künstlerisches Handeln stattfinden kann.

«Shaping Landscapes» präsentiert neue Werke von vier Künstler/-innen – Jacqueline Baum (*1966), Filip Haag (*1961), Lena Huber (*1976) und Rolf Siegenthaler (*1970) –, deren Arbeiten sich in unterschiedlicher Weise auf Landschaften beziehen und damit verbundene Wahrnehmungshaltungen thematisieren oder auch bewusst unterlaufen. Die Künstler/-innen sind Chronisten der vielfältigen natürlichen Gestaltungsprozesse, die Topographien entstehen und vergehen lassen; erinnern mit einer komplexen Formensprache gleichermassen an Satellitenbilder wie an mikroskopische Aufnahmen, thematisieren die Spuren menschlicher Intervention und deren Zerfall als Teil einer stetigen Metamorphose; untersuchen die Landschaft als Träger von Erinnerungen und Medium subjektiver Empfindungen und thematisieren die An- und Abwesenheit landschaftlicher Räume in der Wahrnehmung des Betrachters. Die vier Künstler/-innen fordern unsere Sehgewohnheiten heraus - sie machen Unsichtbares sichtbar, rücken das Sichtbare in einen neuen Kontext und eröffnen damit die Auseinandersetzung mit einem zeitgemässen Landschaftsbegriff.


Text: Martin Waldmeier

 

 


vollständiger Ausstellungstext (PDF, 51 KB)

Biografie Jacqueline Baum (PDF, 93 KB)

Biografie Filip Haag (PDF, 96 KB)

Biografie Lena Huber (PDF, 92 KB)

Biografie Rolf Siegenthaler (PDF, 89 KB)


Bildergalerie Jacqueline Baum
Bildergalerie Filip Haag
Bildergalerie Lena Huber
Bildergalerie Rolf Siegenthaler







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