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Stephan Bundi, Feindmaterie, 2008 „Manche Leute sagen: Grafikdesign ist nicht Kunst, es ist da, um zu kommunizieren. Diese fehlgeleitete Annahme geht davon aus, dass Kunst nicht kommuniziert. Dabei geht völlig vergessen, dass einige der grössten Leistungen in der Geschichte der Kommunikation von der Kunst her kamen. Ich denke, die Grenzen zwischen Grafikdesign und Kunst sind fliessend, und das ist gut so." - David Carson in einem Interwiev im Tages Anzeiger vom 16. Juni 2006 - Grenzüberlegungen sind in der westlich geprägten Kultur omnipräsent. Ja gar ein wichtiger Teil der Kultur selbst. Teil unserer Sicherheiten. Wir setzten Grenzen und versuchen diese dann meist mit einem Wort zu umschreiben. Ist es jedoch nicht so, dass diese Grenzen ausserhalb unseres kollektiven Verständnisses im Grunde genommen in den wenigsten Fällen existieren. "Der Begriff Grafikdesign wurde von William Addison Dwiggins (1880 - 1956) 1922 geprägt. Vorher waren Drucker, Typografen, Schriftsetzer, Grafiker und Designer oft ein und dieselbe Person..." - Wikipedia - Wo liegen also die Grenzen des Grafikdesigns heute? Wo liegen die Grenzen zwischen Grafikdesign und Kunst? Toulouse-Lautrec, Warhol und Konsorten lassen grüssen. Seit Jahrzehnten loten Berner Grafikdesigner diese Grenzen aus. Angefangen beim Berner Grafiker Kurt Wirth (1917 – 1996). Sein Name steht an vorderster Front unter den führenden Schweizer Grafikern nach dem Zweiten Weltkrieg und ist unweigerlich verbunden mit dem Einfluss, den er auf die Blüte des Schweizer Plakats ausübte. Gleichzeitig war Kurt Wirth auch Künstler und nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil. Dem Beispiel Wirths sind in der Neuzeit viele Berner Grafiker gefolgt. Heute sind Berner Grafiker internationaler den je ausgerichteter, gewinnen viele wichtige Preise, publizieren Bücher, werden in wichtigen Museen ausgestellt und sind Teil wichtiger Kunst- und Grafiksammlungen. Grund genug den wichtigsten Grenzgänger eine Ausstellung zu widmen: Stephan Bundi (*1950), François Chalet (*1970), Büro Destruct (*1992), Daddy broke my bike (*2005), Claude Kuhn (*1948), Moiré (*2000), Pedä Siegrist (*1968), Martin Woodtli (*1971). All die genannten Grafiker arbeiten am Puls der Zeit, interpretieren Sie, lassen diese in Ihre arbeit fliessen und werden mit Ihren Produktionen gleichzeitig Teil davon. Auf Strassen, im TV, daheim und auf dem Netz. Ihre Grafik reicht von der Gebrauchsgrafik zur Autorengrafik zur Kunst bis zur animierten Grafik am TV oder auf dem Netz. An der Ausstellung werden die meisten Grafiker persönlich präsent sein. Das Unikat - die Versteigerung Jeder Grafiker gestaltet hin zu dieser Ausstellung ein Unikat – meistens in Form eines Plakates. Dieses wird während der Ausstellung versteigert. Der Einstiegspreis liegt bei jedem Unikat bei CHF 50.-. Die Unikate gehen an den Meistbietenden. Alle Unikate werden durch die traditionsreiche Serigraphie Uldry gedruckt. Welche bereits für Kurt Wirth druckte und bis heute ein ständiger Begleiter vieler der partizipierenden Grafiker ist. |
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