GIAN PAOLO MINELLI, PLAYAS
21.06.2007–21.07.2007
 

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PLAYA # 006_2007, 2007
 

GIAN PAOLO MINELLI
PLAYA # 036_2007, 2007
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GIAN PAOLO MINELLI
PLAYA # 038_2007, 2007
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GIAN PAOLO MINELLI, PLAYAS
 

Gian Paolo Minelli wurde 1968 in Genf geboren, wuchs jedoch im Tessin auf. Von 1989 bis 1995 absolvierte er in Lugano und Mailand ein Studium der Fotografie. Er lebt und arbeitet in Buenos Aires und Chiasso.

Nach seinem Studium unterhielt Minelli sein eigenes Fotostudio in Chiasso. Schnell wurde die Kunstwelt auf ihn aufmerksam, es folgten Auszeichnungen und Ausstellungen. 1999 war er Stipendiat am Istituto Svizzero di Roma, im selben Jahr wurde ihm der Designpreis für Fotografie des Bundesamtes für Kultur zugesprochen, den er schon 1996 erhalten hatte und 2002 nochmals erhielt. 2002 wurde er zudem von der UBS Kulturstiftung mit einem Werkjahr ausgezeichnet. Er hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, so u.a.. 2002 im Centre Pasqu’Art Biel, 2003 im Museo Cantonale d’Arte Lugano, 2003 und 2004 im Museo de arte Moderno de Buenos Aires und 2006 im Ausstellungsraum Attitudes in Genf.

Seit 2000 ist Argentinien Minellis zweite Heimat. Hier findet er auch die Motive für seine Fotografie, die von sozialem Engagement zeugt, dies jedoch in einer Art und Weise tut, die visuelle Ästhetik gross schreibt. Er fotografiert Orte, die man eigentlich nicht gerne sehen möchte: ein Gefängnis – das „Carcel de Caseros“ in Buenos Aires zum Beispiel, in dem zuerst politische Häftlinge unter schrecklichsten Verhältnissen inhaftiert wurden, das danach „normale“ Gefangene aufnahm und schliesslich 2001 geschlossen wurde; ein unterprivilegiertes, armes Quartier – das Barrio Piedra Buena, mitsamt seinen Problemen von Arbeitslosigkeit und Drogenmissbrauch. Und beide Male sieht man doch gerne hin, denn die Bilder bestechen durch eine eigenartige Schönheit, die man diesen Orten nicht geben würde. Ganz gezielt sucht Minellis Blick die versteckten Lichtblicke in einer düsteren Welt. Dabei ist seine Fotografie jedoch keineswegs beschönigend, zu sehr engagiert er sich auf einer sozialen Ebene und sieht genau, was sich da abspielt. Vielmehr zielt er darauf ab, den vergessenen Orten ihre Schönheit, ihren Stolz wiederzugeben. Und stolz posieren die jungen Menschen in seiner Barrio Serie.

Seine neusten Arbeiten der Playas fokussieren weniger auf den sozialen Aspekt des Ortes, sondern betonen die schon fast ephemere Schönheit einer eigentlich hässlichen Gegend: riesige Parkplätze, umgeben von tristen Hochhäusern. Und doch ist die Stimmung heiter-still. Aufgenommen wurden die Fotografien an einem Sonntag, die Platz sind ihrer Funktion beraubt, denn kein Auto ist zu sehen. Andererseits ist es jedoch vor allem die Art wie Minelli den Sucher auf die zu schweben scheinenden Tücher richtet, die über den Parkplatz gespannt sind, um die Autos vor der Hitze zu schützen, die den Fotografien diese besondere Stimmung verleiht. Der Blick durch die halbtransparenten Tücher verhüllt und gibt preis, rhythmisiert durch ihre Formen das formlose Brachland: Ein subjektiver Blick, der verborgene Schönheiten zu enthüllen weiss.

 

 

 

ALAIN JENZER, SO KOMMT MAN DOCH NICHT WEITER?
21.06.2007–21.07.2007
 

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SO KOMMT MAN DOCH NICHT WEITER? 2007
Rennvelo, Rollertrack, Zweikomponenten-Lack   
 

ALAIN JENZER
OHNE TITEL, 2007, Radiergummi
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ALAIN JENZER
OHNE TITEL, 2007
Rettungsring und Acryl

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ALAIN JENZER, SO KOMMT MAN DOCH NICHT WEITER?
 

Alain Jenzer wurde1974 Vancouver, Kanada, geboren. Er studierte von 1996 bis 1999 Landschaftsarchitektur an der Fachhochschule St. Gallen. Daneben beschäftigte er sich intensiv autodidaktisch mit Kunst. Seit rund acht Jahren ist er als freischaffender Künstler tätig, seit Jahresbeginn 2005 hauptberuflich. Alain Jenzer lebt und arbeitet in Bern.

Alain Jenzer setzt sich in seiner Kunst mit menschlichen Emotionen auseinander - dem Zweifel und der Angst. Beklemmende Gefühle, die einem die Kehle zuschnüren, die Luft nehmen und denken lassen, man befinde sich in einem Raum ohne Ausweg. In dem man nichts anderes tun kann, als sich im Kreis zu drehen, ohne vorwärtszukommen, fast wie ein Hamster in seinem Käfig.

Wir begegnen in seinem Werk den inneren Beschränkungen die uns gefangen halten, den Hürden die wir uns in den eigenen Weg stellen, dem Treten an Ort. Und gleichzeitig manifestiert sich darin auch die stille Zuversicht, dass diese Kräfte überwunden werden können, vielleicht gerade durch die Kunst. So zum Beispiel im „Doubteater“: Ein Wesen, das sich als treuer Begleiter vom Zweifel seines Besitzers ernährt und diesen damit zuversichtlich durchs Leben gehen lässt.


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