Jérôme Leuba, battlefield # 37 / focus Lebendige Skulptur während der Art Cologne / Stand MADONNA#FUST
JÉRÔME LEUBA - BATTLEFIELD #50
Mit Fotografien, Installationen und insbesondere seinen «lebendigen Skulpturen» hat sich der Genfer Künstler Jérôme Leuba (*1970) international einen Namen gemacht. Für die Museumsnacht konzipiert er für die Geschäftsstelle der Credit Suisse am Bundesplatz eine neue Arbeit: Battlefield #50.
Seit 2004 legt Leuba in seinen «Schlachtfeldern» jene kulturell aufgebauten Erwartungshaltungen frei, welche an diverse Zonen des öffentlichen Raums herangetragen werden. Leubas Interventionen reichen so vom Fussballstadion, über Edvard Munchs Museum in Oslo bis hin zu Genfer Parkanlagen. Diese Arenen des gesellschaftlichen Austauschs werden mit feinen Mitteln überlagert und lösen nicht selten persönliche Reaktionen aus, die überraschen. Wer auf Leubas Battlefields denn ein lautes Getöse erwartet, wird enttäuscht sein. Auch die für die Schalterhalle entwickelte Arbeit der Reihe gewährt eine subtil neue Blickweise – diesmal auf einen sonst vom Geschäftsleben absorbierten Raum.
PUBLIKATION CERCANDO LA LUCE ROBERTO DE LUCA, SARAH SCHMIDT,
MASSIMILIANO MADONNA VERÖFFENTLICHUNG: JUNI 2009
Bild aus dem Kunstprojekt „Cercando la luce“ von Roberto De Luca. Foto: Walther Schmutz (Blindenatelier Luzern)
CERCANDO LA LUCE
Cercando la luce ist ein Projekt für blinde und sehende Menschen, das in Auseinandersetzung mit dem Phänomen und der Metapher des Lichtes die Hierarchie der Sinne hinterfragt.
Ergebnis des Projektes ist ein Buch, in dem sich Bild und Text überlagern und zugleich nur separat rezipiert werden können. Für Sehende ist es ein Fotobuch - für blinde und sehbehinderte Menschen eine Essaysammlung: Es finden sich die Bilder blinder Fotografen und zugleich in Brail-Schrift die Texte eines sehenden Autorenteams.
Während die blinden und sehbehinderten Fotografen aufgefordert wurden, Lichtphänomene aus ihrem Alltag zu fotografieren, verfasste ein interdisziplinäres und internationales Autorenteam kurze Essays, die sich mit der nicht-visuellen Seite des Lichtes auseinander-setzen. Philosophen, Medienwissenschaftler, Regisseure, Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Physiker, Kunstwissenschaftler, Musikwissenschaftler und Tänzer suchen schreibend nach dem Licht als etwas Geschmecktem, Gehörten, Gefühlten.